Ein Flug über Nacht ist anstrengend, wenn es am gleichen Tag gleich weiter geht. 3 Stunden Schlaf in einem kubischen Hotel mit "schönem" Blick auf Innenhöfe des Hotels - mehr Schlaf war nicht drin. Nach zwei Tagen Großstadt sind wir somit ganz schön "breit". Egal, wir stecken das weg. Immerhin hatten wir bis 9 Uhr Zeit für ein Frühstück.
Wir begrüßen unseren Busfahrer Gustavo, der uns die kommenden 5 Tage durch die Weiten Patagoniens fahren wird - und das bei jedem Wetter :)
Jeder findet im Bus einen Platz. Die mit den kurzen Beinen bekommen den Sitz über den Radkästen 😜.
Vom Bus aus entdecken wir die ersten typischen Patagonien-Symbole: einen Gaucho auf seinem Pferd mit 2 Hunden steht im Kontrast zu den vielen Ölbohr-Einrichtungen über die Landstriche bis zum Atlantik verteilt.
Das Highlight es Tages war der Besuch des Bosque Petrificado Sarmiento. Ich als Geologie- und Steine-Fan war in meinem "Steine-Paradies". Bäume, die vor Millionen von Jahren an diesem Ort wuchsen, wurden durch Vulkane verschüttet und luftdicht abgeschlossen. In einem langsamen Prozess, in dem Wasser eindrang wurden organische Bestandteile des Holzes in anorganische kristalline Strukturen umgewandelt. Dann brauchte nur noch die Erosion die alten Baumstämme, die nun vollständig versteinert waren, ans Tageslicht zu bringen. Nun freuen sich Touristen, diese täuschend nach echtem Holz aussehenden ehemaligen Bäume zu bewundern.
Neben den Bäumen ist allerdings die Landschaft herum ebenso atemberaubend. Das Licht hat die erodierten bunten Berge voll in Szene gesetzt.
Nach dem tollen Erlebnis mit einer Unmenge an versteinertem Holz ging es mit unserem Bus weiter Richtung Anden. Wir machen in einem typisch argentinischen Ort Pause und sehen auf der weiteren Fahrt Guanaco-Herden und einen Graufuchs am Straßenrand.
Leider verenden einige der Guanacos an den endlosen Zäunen, die die Estancias voneinander abgrenzen. Seit ein siebter oberer Draht gezogen wurde, bleiben immer wieder Guanacos bei ihrer Wanderung über die weiten Landschaften in den Drähten hängen und sterben an den Verletzungen und der fehlenden Möglichkeit, sich selbst befreien zu können.
Am Abend erreichen wir den Lago Buenos Aires und bekommen einen ersten Blick auf die beeindruckenden Berge der Andenkette. Die durch den straffen Westwind entstehenden Wellen hinterlassen den Eindruck, man wäre hier an einem großen Meer. Im Camp angekommen gibt es Lamm und dazu einen guten Rotwein. Der Camp-Verwalter war sichtlich mit der Bedienung überfordert.
Der Sonnenuntergang zaubert Wolkengebilde am Himmel, die man einfach fotografieren muss.











































