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Auf der Suche nach dem Cerro Torre

Es kam dann doch nicht so schlimm. Der erste Blick aus dem Fenster des Hotels verspricht wenig Regen. Die Regenhose wird dennoch gleich angezogen (gegen Matsch beim Wandern hilft diese ja auch), und warme Kleidung gehört heute ganz sicher in den Rucksack. Wir wandern auf dem Weg zur Lagune Torre. Ob wir den Cerro Torre sehen? Wohl eher nicht, hoffen wir mal, dass wir überhaupt hinkommen. Der Weg ist recht lang und führt uns durch wunderschöne Wälder der Südbuchen (auch Scheinbuchen genannt) und am Wegesrand überraschen neben dem Notro (dem Chilenischen Feuerbusch) gelbe Orchideen und die kleine Pantoffelblume.

 

Unser Weg schlängelt sich durch Wälder und am Ufer der wasserreichen Bäche und Flüsse entlang. Nach langen 9 Kilometern klettern wir dann noch die letzte Moräne hinauf und schauen ... nein, leider nicht auf den Cerro Torre, sondern auf die Eisberge im See. Es ist eiskalt – vor allem durch den starken Wind in dieser ungeschützten Stelle am See. Lang halten wir es nicht aus und kehren um. Emanuel und Marco, unsere beiden Guides, bringen uns wieder gut zurück zum Hotel.

 

Mal sehen, was die kommenden Tage so bringen. Sehen wir die Berge denn noch?

Das wäre er gewesen: Der Blick auf dem Cerro Torre. Dank der App Peakfinder ahnen wir, was wir verpasst haben.

 

Während wir auf "Einlass" im Restaurant warten, eröffnen uns hoffnungsvolle Blicke von der Straße aus. Erstmalig sehen wir den Fitz Roy. Der Cerro Torre, den wir heute auf der Wanderung sehen wollten, wird für uns sicher unsichtbar bleiben. Oder?