Heute wird ein ganz besonderer Tag. Gleich nach dem Frühstück packen wir`s an. Ein regenfreier Tag steht in Aussicht. Die Vorhersagen sind gut, mindestens bis 14 Uhr. Schaun wir mal, was wir daraus machen können.
Der Wanderweg zum Fitz Roy steht auf unserem Tagesplan und wir hoffen alle, das wunderschöne Bergensemble ohne Wolken sehen zu können.
Die Wanderung startet gleich in El Chaltèn ab unserem Hotel. Die Parkgebühren werden in einer Eingangsstation des Parks überprüft, denn ohne Eintrittgeld gibt es keine Wanderung im Nationalpark. Uns begleiten auch heute beide Guides Emanuel und Marco. Es dauert gar nicht so lang, bis wir die ersten Blicke auf den 3405 Meter hohen Fitz Roy, inzwischen eher Cerro Chaltén genannt, werfen können. Mit Freude sehen wir einen Berg ohne Wolken und im Hintergrund den noch blauem Himmel. Erste Pause machen wir am Laguna Capri, der nicht viel gemein hat mit dem Lied "Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt" 😄. Ein schöner See mit eiskaltem Wasser und einem wunderschönen Blick auf das Ensemble um den Fitz Roy.
Weiter geht es über viele Wasser- und Matschstellen, denn das viele Regenwasser der letzten Tage bevorzugte die Wanderpfade zum Ablaufen. Wir balancieren über Steine und wacklige Baumstämme und hoffen, nicht aus lauter Unkonzentriertheit im Matsch zu landen.
Nach ca. 9 km sind wir am Basislager für die Fitz Roy Besteigung. Nun trennt sich unsere Wandergruppe in eine Gruppe, die gemütlich den Rückweg antreten möchte und eine Gruppe unerschrockener, energiegeladener Gipfelstürmer, die noch 600 Höhenmeter auf sich nehmen möchten, um dem Fitz Roy und seinen Nebengipfeln ganz nah sein zu können.
Ich gehöre der ersten Gruppe an und genieße die Wanderung durch die Wälder. Mit Marco unterhalten wir uns über die interessante Patagonische Tierwelt und prompt beobachten wir gemeinsam einen Magellanspecht, der sich von uns überhaupt nicht beim Erpicken einer fetten Made stören lässt. Am Laguna Capri genießen wir noch mal den Blick auf die Berge und machen uns dann doch schon etwas Gedanken, wie es unseren Gipfelstürmern wohl ergeht. Es wird zunehmend windiger und nasser. Erste Schneeflocken mischen sich unter die paar Regentropfen. Ein neugieriger Caracara (eine große Patagonische Falkenart) spaziert zwischen uns umher und zeigt sich sichtlich neugierig. Wir kommen gegen 15:30 Uhr in El Chaltén an und hoffen nun, dass in den kommenden Stunden unsere Gruppe wieder vollständig wird und wir tolle Bilder aus der Nähe des Fitz Roy gezeigt bekommen.
Die Bilder unserer Gipfelstürmer waren dann wirklich beeindruckend. Zum Glück kamen alle wohlbehalten wieder ins Tal zurück. Emanuel hat alle gut nach oben zur noch zugefrorenen Laguna de los Tres gebracht, und als Highlight gabs den schönen Blick auf den blauen Laguna Sucia noch dazu. Ein wenig scheuer Patagonischer Roter Fuchs streifte umher und lies sich fotografieren. Der Rückweg war dann zwar wettertechnisch nicht ganz einfach, aber unsere Bergbegeisterten kamen heil mit einer Menge toller Erinnerungen zurück nach El Chaltèn.







































