8:10 Uhr stehen wir nach kurzem Frühstück vor dem Hotel in Punta Arenas und warten auf den Bus, der uns heute wieder nach Argentinien und weiter nach Süden auf die große Insel Feuerland bringen soll. Dieser Bus ist kein Reisebus für uns allein, sondern eine Art Linienbus. Allerdings soll er uns bereits bequem beim Hotel abholen. Wir warten und warten und werden etwas ungeduldig und frösteln, da wir einerseits müde sind und andererseits pfeift es durch alle Straßen hier in der Stadt. Nach südamerikanischer Zeitrechnung kam der Bus dann aber irgendwann und all unser Gepäck fand ausreichend Platz in dem großen und sehr bequem aussehenden Reisebus. Wir fahren als erste Gäste bis zum offiziellen Busbahnhof, um dort wieder auszusteigen und offiziell für die Reise einzuchecken. Mit Check-In-Kärtchen ausgestattet dürfen wir nun offiziell unsere Plätze einnehmen. Es wird eine lange Fahrstrecke und um so mehr freuen ich mich darüber, dass der Bus ein gutes WLAN hat (Dank Starlink!). Nun kann ich ein paar Blogeintrage nachholen und habe damit eine gute Beschäftigung. Die Landschaft zeigt die typische platte Ebene der Ostseite von den Anden und interessant wird es erst, als wir mit dem Bus auf die Magellanstraße treffen. Hier geht es nun über die schmalste Stelle der Wasserverbindung zwischen Atlantik und Pazifik. Wir steigen aus dem Bus und beobachten die Einparkmanöver von LKWs und Schwerlasttransportern. Ab und an setzt beim Auffahren der ein oder andere LKW auf, aber das scheint irgendwie keinen zu stören. Kurz vor dem Anladen am gegenüberliegenden Ufer müssen wir wieder in den Bus.
Nun sind wir auf Feuerland - Tierra del Fuego.
Bei San Sebastian geht es über die schnurgerade gezogene Grenze von Chile wieder nach Argentinien. Dieses Mal läuft alles unkompliziert ab und es dauert nicht lang, dass wir mit einem weiteren schönen Stempel im Pass wieder im Bus sitzen und weiter nach Süden bis nach Ushuaia fahren.
Wir fahren durch die inzwischen auf 80.000 Einwohner stark angewachsene "Metropole" Ushuaia. Die südlichste Stadt der Welt ist eine kunterbunte Mischung aus Industriegebäuden, einem quirligen Hafen mit Kreuzfahrtschiffen (von und zur Antarktis), vielen Restaurants in Gebäuden unterschiedlichster Baustile und vielen Denkmälern. Am Ende der Stadt kommen wir dann in einer ruhigeren Zone zu unserem Hotel, das direkt am Wasser liegt.
Das Wetter ist auf unserer Seite und mit Blick auf den Beagle-Kanal schmeckt das Beagle-Bier aus Ushuaia noch mal so gut.

















