· 

Am Ende der Welt

Nach so viel Fahrerei freuen sich alle aufs Wandern. Auch wenn es nicht mehr die sagenhaften Berge der Anden sind, sondern niedrigerere Berge, die aber wegen ihrer Schroffheit und dem Schnee ab 800 Metern dennoch gewaltig aussehen, den wunderschönen Südbuchen-Wäldern umgeben von Meeresarmen, Flüssen und Seen rund um den Beagle-Kanal.

Unser heutiger Guide Loretta, eine Chilenin, kommt bereits verspätet mit einem Bus. Keiner, selbst Monica, weiß nicht, was uns heute erwarten wird. Loretta ist nicht sehr gesprächig, was die Auskunft über die Wanderung des Tages betrifft. Dafür beginnt die Wanderung nach ca 30 Minuten Fahrt in den Nationalpark mit einer grundschulartigen Frage, was wir denn über die Wälder Patagoniens schon alles gelernt hätten 🙄. Die Wälder und Buchten sind schön, aber man merkt selbst hier am Ende der Panamericana, dass der Tourismus immer präsenter wird. Viele Reisegruppen sind unterwegs auf den angelegten Stegen und teils matschigen Wanderwegen. Wir wandern und wandern, teils über staubige Pisten, bis wir irgendwann am Nationalparkzentrum angelangen und dann dort plötzlich schnell zurück in den Bus müssen, da wir keine Zeit mehr haben. Das soweit zum Thema Planen. Somit ein typischer argentinischer Tag 😜.

den Nachmittag haben wir dann in Ushuaia für uns. Wir durchforsten alle Souvenirshops, finden aber nichts wirklich Brauchbares. In einem Café genießen wir Medialunas und Kaffee und schlendern weiter durch allerhand Denkmalsbereiche zum Thema Falkland-Krieg und der eher bescheiden wirkenden Gedenktafel zum Genozid an den Indigenen.

Entlang Straßen mit viel Verkehr und dementsprechend schlechter Luft wandern wir Richtung unseres Hotels und freuen uns über einen interessanteren Weg am Wasser entlang, wo uns die saubere Luft wieder durchatmen lässt.

Stadtbummel in Ushuaia