· 

Tierischer Abschluss einer grandiosen Reise

Der letzte Ereignistag unserer Patagonien-Reise steht an. Für einige aus unserer Reisegruppe eines der Highlights. Heute wird es tierisch schön. Vom Hafen in Ushuaia geht es per Katamaran mit dem Namen "ANA B" auf die Gewässer des Beagle-Kanals. Das Wetter ist grandios, so dass der Aufenthalt an Deck trotz starkem Wind möglich ist. Allerdings wird man dennoch nass, da die rasante Fahrt das Wasser in alle Richtungen sprüht. Zum Glück scheint die Sonne und trocknet die nassen Stellen schnell wieder.

Wir fahren zu einer Insel und alle Ausflügler stürmen an Land, um ein Selfie an einer Tafel auf dem Hügel zu machen – ohne uns. Das ist mir zu viel. Ich gehe derweil aufs leere Boot und genieße an Oberdeck die schöne Aussicht. Dort bleibe ich dann und behalte meinen bequemen Standplatz. Frank allerdings hat dann eine Etage tiefer den besseren Nahblick auf die für unsere Nasen stinkenden Seelöwen (Einhaar-Seelöwen – Southern Sea Lion, weil diese keine zwei Fellschichten wie die Southern Fur Seal haben).

Nach einer rasanten Rückfahrt mit geschlossenem Oberdeck und einer Gesamtwäsche des Katamarans (leider kann ich die Videos dazu hier nicht einstellen), haben wir nun 1 1/2 Stunden Pause. Wir suchen wieder unser gestriges Café auf, um hier Zwiebelsuppe (autsch, heiß) und Sandwich zu essen. Gemeinsam mit Sybille und Matthias aus Erfurt 🙂 werden wir etwas ungeduldig, da das Essen etwas auf sich warten lässt. Am Ende reicht die Zeit locker aus und wir stellen uns geduldig am Schalter für die nächste Reise zu den Lieblingen des Südens, den Pinguinen an. Wir bekommen gelbe Umhänger, ein großer Trupp von Franzosen bekommen die Version in Blau. Es werden somit zwei Gruppen gebildet, damit wird der Besuch der Pinguine mit einer überschaubaren Anzahl an Menschen geregelt. Wir fahren ca. 75 Kilometer mit einem bequemen Bus über Schotterpisten durch die schöne Berglandschaft am Beagle-Kanal und dürfen gleich nach Ankunft in einen Zodiak einsteigen, um zur Insel der Pinguine zu düsen. Der Guide erklärt uns alle Verhaltensregeln. Aus meiner Sicht ist zwar all das eine Selbstverständlichkeit (3 Meter Abstand, Ruhe, nichts anfassen/mitnehmen/da lassen), aber selbst der Guide hält sich nicht an all seine Regeln.

Wir sehen in unmittelbarer Nähe Magellanpinguine, die ihre Nester in Erdhöhlen bauen und die frechen Eselspinguine, die diese auf kleinen mit Steinen und Stöckchen gestalteten Hügeln bauen. Wir beobachten, wie sich die Pinguine die Stein- und Holzstöckchen gegenseitig klauen und sich lautstark streiten – wie menschlich 🤪.

Nach dem Pinguinbesuch gibt es dann noch ausführliche Informationen rund um die Tiere über und unter Wasser in dem angrenzenden Museum, während dann die "blaue" Gruppe zu den Pinguinen darf.