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Großstadttrubel und der lange Weg nach Hause

Auf Grund der um 7 Stunden nach hinten verschobenen Abreise haben wir nun noch einen ganzen Tag in Argentiniens Hauptstadt. Unser Hotelzimmer dürfen wir noch bis 11 Uhr nutzen und danach lagern wir die Taschen wieder in der Lobby in einem separat abgeschlossenen Raum. Das Hotel Pricipado Downtown macht uns den Abschied nicht schwer, auch wenn es in der Lobby angenehm temperiert und bequem zum Sitzen ist. An die schwarz getünchten Flure und die "Aussicht" der Hotelzimmer auf graue dunkle Schächte mit verschiedensten Geräuschen werden wir uns noch lange erinnern.

Wir verbringen den warmen Vormittag in den Grünanlagen am Rio de la Plata "Reserva Ecológica de Buenos Aires" und testen unsere App Flora Incognita, um die Karte der Fundorte mit ein paar Pflanzen aus Südamerika anzureichern. Es ist heiß und wir suchen jeden Schattenfleck. Wir beobachten Echsen (wie den Schwarzweißen Teju) und Schildkröten; viele für uns unbekannte Vögel singen südamerikanische Lieder 😄.

18:30 Uhr werden wir von einem Bus zum Flughafen gefahren. Über eine Stunde dauert die Fahrt, da die Straßen der 15 Millionen-Stadt gut gefüllt sind. An vielen Stellen sehen wir Polizei.

Um das Gepäck abgeben zu können, müssen wir uns am internationalen Flughafen EZE (Ezeiza, ein Vorort von Buenos Aires) noch etwas gedulden. Durch freundliche Lufhansa-Mitarbeiter erfahren wir, welcher Schalter für unseren Flug vorbereitet wird und sind dadurch die ersten und erhalten glücklicherweise bereits die Boardkarten bis nach München. Jeder erhält von Lufthansa wegen der 7stündigen Verspätung einen Essensgutschein in Höhe von 32.000 Peso für ein Australisches Restaurant am Flughafen, den wir später gemeinschaftlich nach der Sicherheitskontrolle einlösen werden.

Noch ist allerdings unsere Maschine nicht in Buenos Aires und wir beobachten angepannt auf Flightradar, wo sie sich gerade über dem Atlantik befindet. Vor der Sicherheitskontrolle heißt es dann Abschied nehmen. Monica schießt ein letztes Bild auf der Rolltreppe und wir winken ein letztes Mal zurück. Schön war's, jetzt bleibt nur noch der lange Weg nach Hause.

Ca 1 Uhr in der Nacht zum Samstag geht es dann endlich los. Ein endloser Flug eingeengt in der vollen Maschine liegt vor uns. Irgendwie hat es dann zwar mit dem Schlafen geklappt, aber mir tut alles weh. In Frankfurt angekommen, keine Zeit zum Durchatmen. Gefühlte 5 Kilometer hetzen wir von Z nach A inklusive Pass- und Sicherheitskontrollen. Erschöpft sitze ich am Gate A22 und freue mich nur noch auf zuhause. Leicht verspätet hebt die Maschine ab und schwupps, nach nur 35 Minuten Flug, sind wir in München. Es ist kalt und wir rufen am Flughafen einen Uber, über den uns ein netter junger Fahrer bequem in 45 Minuten nach Otterfing bringt. Auf Glatteis ziehen wir unsere Taschen ins warme Haus. Nun sind wir wirklich angekommen.